SI gibt der Gewalt gegen Frauen Contra

 

 

Die Pandemie gilt mit ihren Lockdowns als Brandbeschleuniger häuslicher Gewalt. Zum "Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen" fanden in Passau nun mehrere Aktionen statt, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Auch die Soroptimistinnen beteiligten sich daran.

 

Bildhauerin Christine Wagner, die vor mehr als zehn Jahren die Emerenz-Meier-Büste am Donaukai für den Soroptimist Club schuf, hatte für diese eine orangefarbene Mütze gehäkelt. Der Soroptimist-Club beteiligt sich nämlich an den "Orange Days" – eine weltweite, 16-tägige Kampagne, die sich für die Verwirklichung der Grundrechte von Frauen einsetzt und vom 25. November bis zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, dauert. Die Passauer Soroptimist-Vizepräsidentin Ankie Visschers ging auf den Ursprung des sogenannten "Orange Day" ein, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Er gehe zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960, also vor 60 Jahren, in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst wegen ihres Aufbegehrens gegen den Diktator Trujillo nach monatelanger Haft hingerichtet wurden.

 

Stellvertretende Bürgermeisterin Erika Träger hat für die Aktion am diesjährigen "Orange Day" die Schirmherrschaft übernommen. Sie erinnerte daran, dass die Heimatdichterin Emerenz Meier ein "Sinnbild dafür war, dass Frauen ein eigenes Recht zur Lebensverwirklichung haben" und trug abschließend das sehr gut zum Aktionstag passende Gedicht der Emerenz "Wenn sich ein Weib aus der Herde hebt" vor.

 

Auch Bildhauerin Christine Wagner ging auf das Leben der Emerenz Meier ein, die in Schiefweg geboren später in die USA auswanderte. Die Mütze, die sie der Bronze-Büste zum "Orange Day" gestaltet hat, habe sie nicht zuletzt wegen Meiers Bezug zu Amerika in Anlehnung an die "Pussy Hats" gestaltet, die von Teilnehmern des Frauenmarsches 2017 in den USA getragen und kreiert wurden.

 

Ulrike de Langen-Müller, ebenfalls Vizepräsidentin des Soroptimist Clubs, informierte, dass sich der Club auch über die 16 "Orange Days" hinaus gegen Frauengewalt engagieren wolle. Weil die bisherigen örtlichen Flyer von Igel e.V., dem Arbeitskreis gegen sexuelle Gewalt, veraltet seien, sollen nun neue im Scheckkartenformat geschaffen werden, mit den wichtigsten Notfallnummern und Ansprechpartnern für Frauen in Not.

 - Auszug aus: Passauer Neue Presse